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Verein Schweizerischer Digital Modellbahner

36. Internationale Modellbahn Ausstellung und 12. Märklintagen Göppingen

 

Der VSDM hat an der 36. Internationalen Modellbahn Ausstellung mit der 12. Durchführung der Märklin Tage 2019 in Göppingen teilgenommen. Es war der erste Auftritt mit der grossen H0-Demoanlage im Ausland. Was das Ausstellungsteam erleben und erfahren durfte, schildern wir in unserem Reisebericht oder YouTube-Film.

 

Mittwoch, 11. September 2019 – Verlad

Die Anlage wurde bereits am Samstag vor dem Verladetag in die Transportkisten verpackt. Der Verlad des ca. 1'300 kg schweren Materials in den Anhänger und das Zugfahrzeug dauerte etwa zwei Stunden. Im Anschluss begann die Reise nach Göppingen. Kurz nach der Grenze übernachtete das Transportteam.

 

Sämtliches Material ist in Transportkisten verpackt

 

 

Die Kisten sind bereit für den Verlad

 

Verlad in den Anhänger

Donnerstag, 12. September 2019 – Anreise und Aufbau

Das Transportteam setzte die Reise fort und weitere Betreuer machten sich ebenfalls auf den Weg. Um ca. 11 Uhr trafen alle in Göppingen ein und begannen sofort mit dem Aufbau der Anlage, was ungefähr zweieinhalb Stunden benötigte. Im Anschluss folgte die Aufgleisung, der Testbetrieb und das Gestalten des Stands, bevor alle gemeinsam zum Nachtessen gingen.

 

Beginn des Ausladen in Göppingen

 

Start des Aufbaus der Anlage

 

Der höhere Anlageteil samt Wendel steht

 

Das Brückenmodul wird angesetzt

 

Die Aufgleisung der Züge hat begonnen

 

Der Testbetrieb ist in vollem Gange

 

Freitag, 13. September 2019 – 1. Ausstellungstag

Pünktlich zum Start der Ausstellung konnten die Züge den Betrieb auf der Anlage aufnehmen.

Die Anlage ohne Landschaft zeigte rasch ihre Reize. Dazu durften die Betreuer viel positive Rückmeldungen entgegennehmen. Besonders der Wendel wurde bestaunt und wir wurden oftmals gefragt, ob wir ihn produzieren. Die bis zu 18 (!) gleichzeitig fahrenden Züge hatten eine hohe Anziehungskraft auf die Besucher.

 

Zum Wendel wurden viele Fragen gestellt

 

Etwas zu schaffen machten uns die Kurzschlüsse, welche aus unterschiedlichen Gründen an einer Ausstellung entstehen. Nicht der Kurzschluss an sich ist das Problem, sondern der Verlust der Datenverbindung zum Drucktastenstellwerk über die serielle Schnittstelle, welches mit einem USB-Konverter am PC angeschlossen ist. Von einem Mitaussteller hatten wir den Tipp erhalten, die Datengeschwindigkeit der Schnittstelle zu reduzieren. Damit konnten wir ab Samstag die Verbindungsprobleme stark reduzieren.

 

Ist das Digital? Ja! Zwischen den Modulen gibt es nur DSUB-15-Verbindungen (grau) und Netzwerkkabel (rot)

 

Samstag, 14. September 2019 – 2. Ausstellungstag

Viele Besucher verstanden unsere Entscheidung, Weichenantriebe vom Hersteller MTB im unteren Anlageteil zu benutzen. Einige von ihnen bevorzugen einen motorischen Antrieb, Andere sind mit dem original C-Gleis-Antrieb unzufrieden. Im Vorfeld hatten wir auch Servo-Antriebe getestet, welche uns aber nicht überzeugten. Es ist eine Tatsache, dass die Situation mit den C-Gleis-Antrieben sich stark verbessert hat, seit wir die Weichenantriebspannung reduziert haben: Wir hatten während der Vorbereitungs- und Ausstellungszeit keinen einzigen Antrieb ausgewechselt.

 

Weichenverbindung oberer Anlageteil mit Märklin Antriebe

 

Sehr gutes Feedback hatten wir zur Zusammenstellung der Züge erhalten. Einige Besucher hatten beobachtet, dass wir nur Märklin-Rollmaterial im Einsatz hatten – mit einer kleinen Ausnahme: Dem Staubsauger- und Schienenreinigungswagen von LUX.
Verzeichnis des Rollmaterials.

 

Alle Loks sind von Schweizer Bahnunternehmungen

 

Rollmaterial aus verschiedenen Epochen

 

Nostalgie-Zug unterwegs und ein Postzug unten in der Unterführung

 

Sonntag, 15. September 2019 – Letzter Ausstellungstag und Abbau

Die Erfahrungen im Dauerbetrieb an einer Ausstellung sagen sehr viel aus. Wenn wir rechnen, dass die Anlage in Göppingen über 30 Stunden in Betrieb war und vielleicht max. 1 Stunde ausgefallen ist, ergibt das eine Verfügbarkeit der Anlage von ca. 97 Prozent.

Die hohe Zuverlässigkeit der Loks hat dafür gesorgt, dass wir von den Not-Loks – auf Vorrat eingemessene Reserve-Loks in der Vitrine – nur Eine gebraucht haben. Eine Re 4/4 I hatte ein Problem mit dem Drehgestell-Rahmen, welche aber nicht klar auf die Ausstellung als Ursache zurückzuschliessen ist. Weiter mussten wir bei einer Re 6/6 den Motor reinigen. Die Lok hatte bereits viele Arbeitsstunden vor der Ausstellung auf dem Buckel. Ansonsten haben wir währende der gesamten Ausstellung nichts an den Loks gemacht, ausser das Reinigen der Räder und Schleifer.

 

Mehrere Doppel-Traktionen (beide Loks mit Motor) funktionierten über die gesamte Dauer der Ausstellung

 

Beim Austausch mit den verschiedenen Herstellern erfährt man was aktuell ist, sammelt Ideen, findet Lösungen usw. Der Vorteil gegenüber den Besuchern ist, dass man die stillen Zeiten für den Austausch nutzen kann. Selbstverständlich haben wir uns auch mit anderen Anlagenbetreibern ausgetauscht.

 

Das Ausstellungsteam konnte nicht alles der beliebten Ausstellung sehen, trotzdem konnten sie mit anderen Ausstellern interessante Gespräche führen.

 

Obwohl wir nicht aktiv um neue Mitglieder geworben haben, können wir drei Neuzugänge in unserem Verein begrüssen. Einer davon ist sogar unter 20 Jahre alt, bereits der Zweite innerhalb eins halben Jahres – vielleicht der Beginn einer Kehrtwende und schon bald ist der Betrieb einer Modelleisenbahn auch bei den Jungen wieder in!

 

Softwareberatung für einen Jugendlichen

 

Am Samstag hatte der Anteil an Jugendlichen Besuchern zugenommen. Diese bedienten mit viel Interesse das Drucktastenstellwerk. Für den zweiten Bahnhof haben wir ein provisorisches Bildschirm-Stellwerk erstellt. Dieses war ebenfalls sehr beliebt und bleibt wohl dauerhaft so bestehen. Wir haben festgestellt, dass die Jugendlichen die beiden Stellwerke flotter als Erwachsene bedienen. Viele Besucher hat es fasziniert, die Züge im Gleiswendel fahren und nicht stehen zu sehen. Um dies zu erreichen, mussten im unteren Bahnhof ca. vier Züge stehen – nach dem Prinzip einer rein, einer raus.

 

Das beliebte Drucktastenstellwerk – der PC könnte es auch, aber die Bedienung dieser Elektronik ist an Ausstellungen beliebt

 

 Bildschirmstellwerk – anstelle eines Tastendrucks ist ein Mausklick notwendig

 

Jung und Alt sind gleichermassen fasziniert

 

Klicken und beobachten, was sich bewegt

 

Stellwerkbedienung auf dem Stuhl, somit ist keiner zu klein

 

Der Abbau mit dem Einpacken des Rollmaterials hat begonnen

 

Spezialtransport für den RAe TEE, damit er nicht getrennt werden muss

 

Starke Männer waren notwendig

 

Der Verlad für den Rücktransport

 

Die Anlage ist verladen, das Betreuungsteam ist glücklich und bereit für die Heimreise

 

Als Abschluss liess das Betreuungsteam in einem kleinen aber feinen Restaurant in Göppingen die Ausstellung ausklingen

 

Montag, 16. September 2019 – Rückreise

Nach dem Frühstück begann die Rückfahrt in die Schweiz. Im Vereinslokal wurden die Transportwagen ausgeladen. Die Anlage wird im November aufgestellt, damit in der letzten Woche im 2019 ein Vereins-interner Fahrtag stattfinden kann.

 

Die zahlreichen Erfahrungen, die wir an den Märklin Tagen 2019 gemacht haben, wollen wir für Verbesserungen nutzen und schlagen Folgendes vor:

  • Das Fahren der Loks und Züge auf die CS-3 umstellen, damit wir neue Funktionen nutzen können. Wir haben uns damals für eine MoBaSbS entschieden, als Märklin nicht so innovativ war. Zu diesem Zeitpunkt ist unsere Anlage stark gewachsen und wir hatten einige Probleme.
  • Die gewonnenen Erfahrungen der PC-Schnittstelle weiter verfolgen.
  • Die freie Fläche im unteren Bahnhof mit einem Rangierbahnhof und Betriebswerk belegen. Im Moment liegen noch keine konkreten Pläne vor. Wir überlegen, die Züge von und nach der Anlage kontrolliert ein- und ausfahren zu lassen, gefolgt von einem Lokwechsel und Rangierbewegungen mit einem Handregler.
  • Fertigstellung der Testanlage, welche keine elektronischen Komponenten hat. Alle Anschlüsse sind herausgeführt und somit sind unterschiedliche Tests möglich.
  • Förderung der Jugendlichen im Verein durch interessante digitale Tätigkeiten.

Fazit

Müde, unfallfrei und mit vielen guten Erinnerungen sind wir zurück in die Schweiz gereist. Das Betreuungsteam bedankt sich im Namen des VSDM bei Märklin.

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