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Verein Schweizerischer Digital Modellbahner

Ausgangslage
Nach dem problemlosen Einbau von einzelnen geraden- und Bogen-Peco Weichen im Originalzustand alle mit Motorantrieb, verbaute ich kürzlich zum ersten Mal zwei zusammengesteckte Bogenweichen und wurde von einem Kurzschluss überrascht.
Meine ESU Digitalzentrale unterbrach die Stromversorgung und zeigte einen kleinen Kurzschluss an (blinkende grüne Go-Taste), im ESU Wortlaut: 'Bereichs-Kurzschluss'. Bei Voll-Kurzschluss leuchtet es rot mit Blitz!
Die Sache ist offenbar etwas kompliziert, denn ob der Kurschluss auftritt, hängt meiner Erfahrung nach vom Weichentyp und der Gleisplan-Konstellation ab.

Lösung

Nachfolgend bin im Internet fündig geworden und nach erfolgtem Weichenumbau ist das Problem nun gelöst.

Originalbild http://dcc-mueller.de/wire4dcc/weichen.htm, mit Ergänzungen

Herzstück-Polarisierung
Beim Schalten kann ein Kurzschluss auftreten wegen fehlender Synchronizität zwischen elektrischer Umschaltung (schnell) und mechanischer Umlegung der Weichenzunge (langsam) durch einen motorischen Weichenantrieb, zum Beispiel MP6 von https://www.mtb-model.com/


3 Massnahmen

A: Entfernung der Strombrücken (Soll-Trennstellen)
Drähtchen lassen sich mit einer Ahle gut herausbrechen.

B: Einlöten von Strombrücken zwischen Aussenschienen einerseits und Backen- und Zwischenschienen anderseits (vorbereitete Schwellen-Aussparungen erweitern) z.B. mit festem CU-Draht (Kupferdraht) versilbert Ø 0.8 mm ca. 5mm lang.

C: Einlöten von Strombrücken zwischen umgefalzten Laschen (Weichenzunge) und Backen- und Zwischenschienen zur Erhöhung der Kontaktsicherheit;
Achtung: Laschen müssen beweglich bleiben.
einfacher: kurze 0.14mm2 Kabel einlöten zwischen Laschen und Aussenschienen

Einbau der Weiche
2 Isolier-Verbinder beim Herzstück, 4 leitende Verbinder bei den Aussenschienen

Obiges Weichenschema bezieht sich auf Bogenweichen z.B. SL-E1486, deren Innenschienen aus 4 Abschnitten bestehen (2 grüne + 2 rote oder 2 blaue). Bei 2 zusammengesteckten, unbearbeiteten BW mit Motorantrieben ist der Kurzschluss garantiert, sofern man nur bei den Herzstücken Isolierverbinder verwendet.

Empfehlung: alle BW abändem gemäss obigen 3 Massnahmen ABC.

Bei geraden Weichen z.B. SL-El495 gibt es nur 3 Abschnitte im Innenschienen-Bereich und deshalb keine Kurzschluss-Gefahr. Nicht zwingend aber empfohlen ist Massnahme C.

Erläuterung vertieft

  1. Die Umschaltung des Herzstücks, da brauchts das isolierte Herzstück mit dem Trennen der Schienen
  2. Der elektrische Kontakt der beweglichen Zungen wegen der Trennung. Dieser braucht die neuen Anschlussdrähte und auch die beiden beweglichen Zungen sollten mit einem Draht elektrisch versorgt werden anstatt nur über das Drahtgelenk und den Anpressdruck an der jeweiligen Stockschiene, das wird über die Zeit oxidieren.
  3. Das Problem der Polaritätsumschaltung bzw. der Zeitpunkt wann das erfolgt. Mit einem einfachen Umschaltkontakt geht es nicht, da die Umschaltung elektrisch schon erfolgt bevor die Zungen nicht mehr an den Schienen anliegen. Darum haben z.B. die Lemaco oder Fulgurex Motorantriebe je zwei Polaritätsschalter, welche nur je in den Endlagen des Antriebs geschaltet werden. Im hier beschriebenen Fall wird die elektrische Umschaltung der Weichenzungen wohl auch zu schnell erfolgen und dann gibts einen Kurzschluss via bewegliche Zungenschiene. Dass es keinen "vollen" Kurzschluss gibt, liegt an dem schlechten elektrischen Kontakt nur durch den Anpressdruck zur Stockschiene. Wenn es bei der bestimmten Weiche auch ohne Umbau geht, liegts wohl an der elektrischen Einbaulage, eine Weiche alleine verursacht noch keinen Kurzschluss aber wenn die abgehenden Geleise auch noch von einem zweiten Ort Strom erhalten können (je nach Stellung der anderen Weiche), kann es zum Kurzschluss kommen.
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