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Verein Schweizerischer Digital Modellbahner

Mär 28 2020

Mail vom 08.01.2020

Immer wieder liest man von Problemen beim Rückmelden von Gleisbesetztanzeigen. Die Rückmeldekabel sollen nicht parallel mit den Stromversorgungsleitungen verlegt und die beiden Rückmeldekabel unter sich verdrillt werden. Leider lässt sich hie und da eine Kreuzung mit stromführenden Leitungen nicht verhindern. Welche Erfahrungen haben Sie in dieser Sache und nutzen allenfalls abgeschirmte Kabel etwas, oder grössere Leitungsquerschnitte?

Ich fahre HO/HOm = mit Lenz Digital und Traincontroller 9 Gold. Die Rückmeldebausteine sind die RS8 von Littfinski.


Antwort VSDM 20.01.2020

Ihre Fragen sind berechtigt, allerdings ist das weitaus Meiste, was an Problemen diskutiert wird, zum s88 Bus aus dem Märklin Bereich. Das liegt einerseits daran, dass es davon viel mehr Installationen gibt als vielleicht alle anderen zusammen und leider auch an s88 Systemschwachstellen, die prinzipiell nicht behebbar sind. Bei grossen Anlagen gibts dann nur schwer vermeidbare Rückmeldestörungen.

Ihre Ideen zur Verdrahtung sind richtig und auch bei dem RS Bus angebracht. Also ca. Handbreit oder mehr von den Boosterleitungen weg, wenn längere Kabel da sind. Da muss man nicht penibel sein, kurze zusammenliegende Kabelstellen lassen sich nicht vermeiden und auch Keuzungen sind kein Problem. Aber längere Leitungen so ca. ab 1m sollten getrennt bleiben, also auch nicht im gleichen Kabelkanal. Aber zum Beispiel auf dem gleichen Stecker ist kein Problem.

Abgeschirmte Kabel sind prinzipiell gut für so einen Bus. Da aber abgeschirmte Kabel für Modelleisenbahner nur schlecht erhältlich sind und teuer, würde ich den Aufwand wirklich nur bei langen Leitungen (zum Beispiel quer durch einen Raum) machen. Der Schirm sollte dann auf den +12V an der Klemme R sein. Und eine Schirmung nur einseitig anschliessen. Das andere Ende daarf nicht angeschlossen sein, sonst geht der Schirmeffekt weitegehend verloren.

Verdrillte Adern sind prinzipiell auch gut, das gibts aber auch nur schwer erhältlich im Hobbybereich. Aber Abstand zu den Boosterleitungen ist auch da zu empfehlen.

Grösserer Querschnitt (=mehr Kupfer) nützt da nichts, auf dem Rückmeldebus fliesst relativ wenig Strom (ca. 20mA), 0.14mm2 oder mehr ist da schon genüg.
Dickere Kabel >1mm2 sind aber auf den Leitungen vom Booster zu den Schienen bzw. via Rückmeldemodule notwendig.

Alles was für den RS Bus gilt, sollte auch bei dem 4polien LMAB Bus für die Handregler angewandt werden. Da sollten die AB Leitungen verdrillt sein.

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